Wanderhighlights von der Quelle am Arlberg bis zu den Königsschlössern im Pfaffenwinkel bei Füssen
Der Lech verbindet Tirol und Bayern
Der 246 km lange Lech entspringt im österreichischen Bundesland Vorarlberg an den Ausläufern der Roten Wand unterhalb des Formarinsees. Von dort fließt der Lech durch das gleichnamige Tal über die Bezirkshauptstadt des Tiroler Außerfern nach Füssen in Bayern, bevor er bei Donauwörth in die Donau mündet.Von seiner Quelle bis zum Forggensee bei Füssen ist der Lech weitgehend unreguliert und durchquert eine Gebirgslandschaft voller Wander- und Ausflugshighlights.
Wir haben für Sie aus dem abwechslungsreichen Angebot an Wanderungen und Erlebnissen im Lechtal 4 unterschiedliche Tagestouren zusammengestellt.
Wanderung zur Lechquelle und zum Formarininsee
Nach keinem kurzen Rast greifen Sie die letzen Höhenmeter bis zur Freiburger Hütte an. Neben dem optischen Genuss mit dem Blick nach Norden auf die Rote Wand und nach Süden ins Montafon gibt es auf der Hütte auch kulinarische Genüsse: Tiroler Küchenspezialitäten von Kaspressknödelsuppe, über Brettljause, Kässpätzle und Hauswurst, bis hin zu Topfenschmarrn und Vorarlberger Riebl. Am besten genügend Zeit mitbringen und dann den letzten Bus von der Alpe Formarin nach Lech nehmen.
Der Formarinsee unterhalb der Roten Wand
Gemütlicher Spaziergang zur Alpe Fallerschein bei Stanzach – für Kinder geeignet
Aber man kann auch ganz gemütlich Picknick machen oder Jausen – so heißt die Brotzeit in Tirol – auf einem Ruhebänklein oberhalb des Almdorfes. Frühaufsteher können hier auch Rehe und Hirsche beobachten. Oder man legt sich einfach auf den Rücken, genießt die Sonne und den Duft der Bergkräuter und schaut den Wolken zu, wie sie vorbeiziehen - Genuss eben. Übrigens ist Fallerschein mit seinen über 40 Holzhütten das größte Almdorf im Alpengebiet.
Über 40 Hütten bilden das größte Almdorf Europas.
Familienausflug zur Erlebniswelt Burgruine Ehrenberg mit Mutprobe
Die Highline 179 - schon beim Anblick von unten wird manchem schwindelig.
Links die Highline 179, rechts die Ruine Ehernber
Wanderung auf den Tegelberg bei Füssen
Kurz vor Füssen passiert der Lech die Landesgrenze zwischen Österreich und Deutschland. Weltweit bekannt ist diese Gegend durch die Märchenschlösser des Königes Ludwig II. von Bayern, der hier seine architektonischen Träume auslebte und uns vor allem die Märchenschlösser Neuschwanstein und Linderhof hinterließ. Neuschwanstein werden bei beiden Wandervarianten, die wir Ihnen hier vorschlagen, immer wieder aus anderen Perspektiven sehen, aber immer absolut unvergesslich und atemberaubend.Ausgangspunkt für alle Routen ist der Parkplatz an der Gondelbahn auf den Tegelberg.
Die leichte Route
Wer keine Lust auf ein Ganztagestour hat, der verzichtet auf den schweißtreibenden Anstieg und zieht den Einstieg in die Gondel vor. Bevor Sie runterwandern ins Tal, lassen Sie sich vom herrlichen Panoramablick über die Allgäuer Berge, auf den Forggensee und das Märchenschloss verzaubern und bewundern den Mut der Gleitschirmflieger, die gleich nebenan ihren Startplatz haben.Danach machen Sie sich auf den 2,5-stündigen Weg zur Bleckenau. Die 550 Höhenmeter verlaufen zunächst über einem Wanderpfad, später auf einer Forststraße in Serpentinen zur Gasthof Bleckenau, wo Sie sich für weiteren Abstieg stärken können. Sie könnten von dort auch den Bleckenau-Bus nehmen und sich die weiteren 400 Höhenmeter (und 1,5 Stunden Gehzeit) sparen. Aber dann würden Sie einen märchenhaften Blick auf Neuschwanstein und das Erlebnis der wilden Pöllatschlucht verpassen. Der Abstieg durch die Schlucht verläuft großenteils über gut ausgebaute Treppen.
Mehr Romantik geht fast nicht mehr – Das Schloss und davor die Marienbrücke
Die schwierige Route
Für diese Routen sollten Sie sich einen Tag Zeit nehmen. Denn erstens gilt es bis zum Gipfel des Tegelberges ca. 1.000 Höhenmeter zu überwinden und zweitens sollten Sie immer wieder kurze Pausen einlegen, um die verschiedenen Perspektiven zu genießen, die sich Ihnen beim Aufstieg auf das Schloss und die Bergwelt bieten.Die reine Gehzeit beträgt ca. 4 Stunden, ohne Foto-Stopps.
Die erste Attraktion wartet auf Sie schon kurz nach dem Start: die Pöllatschlucht, die unterhalb des Schlossberges über mehrere Geländestufen zum Tal rauscht. Der Blick auf das Schloss und die Marienbrücke, die die Schlucht überspannt, ist einzigartig. Über gut befestigte Stufen erreichen Sie die Marienbrücke
Nach einer kurzen Verschnaufpause wird das letzte Stück zum Gipfel in Angriff genommen.
Auf alle Fälle werden Sie noch lange von dieser Genuss-Tour schwärmen.